Die Geschichte von Annegret

Die Geschichte von Annegret

Die Geschichte von Annegret 1920 600 Untire

Mit großem Dank an Annegret, dass sie ihre Geschichte erzählen möchte.

„Im Herbst 2015 bekam ich Schmerzen. Ich dachte, dass ich zu oft zum Yoga ging. Ich habe so getan, als wäre alles in Ordnung und hoffte, es würde von selbst wieder aufhören. Schließlich musste ich zugeben, dass ich mich nicht besser fühlte und bin zum Arzt gegangen. Der hat mich direkt zum Spezialisten überwiesen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich von Krebs überhaupt keine Ahnung. Ich fühlte mich noch immer gut und gesund. Ich dachte, dass die Diagnose einfach und problemlos zu behandeln sein würde. Es sah damals alles nicht so dramatisch aus.

Ich habe mich allen Behandlungen unterzogen: Zuerst Chemotherapie, damit der Krebs kleiner wurde und danach operativ entfernt werden konnte ohne die Brust amputieren zu müssen. Die Zeit war anstrengend und erschöpfend. Da hat die Müdigkeit ihren Anfang genommen. Im April des darauffolgenden Jahres konnte ich operiert werden. Danach folgte die Bestrahlung. Im Oktober, ein Jahr nach der Diagnose, waren die Behandlungen abgeschlossen. Es folgten die Kontrollen.

Es gibt nirgendwo Texte oder Filme, die einen Menschen auf die total verheerenden Auswirkungen der Müdigkeit vorbereiten können. Jemand verglich sie mit einem „Anzug aus Blei“. Und das stimmt wirklich. Man hat keine Kraft. Es gibt nirgendwo einen Lichtpunkt, nichts. Du musst den Menschen um Dich herum vertrauen, dass sie Dich ernähren, für Dich sorgen und Dich gesund erhalten.

Ich habe die Untire App durch eine Online Community entdeckt. Das war lange nach meiner Behandlung. Ich fühlte mich aber immer noch völlig erschöpft und schwach. Als ich krank war, habe ich die App jeden Tag genutzt. Manchmal war es nur ein einziger Tipp. Als ich wieder zu Kräften kam, haben mir die Übungen bei Mobilität, Motivation und Genesung geholfen. Es ist vor allem wichtig, die eigene Wahrheit über die Geschehnisse zu finden. Die Untire App hat mir geholfen, mich normal und gesund zu fühlen. Zwar war ich noch schwach, aber doch wieder lebendig und fröhlich.

Die Müdigkeit war für mich eine Erfahrung der Entmenschlichung und Verfremdung. Aber man kann es schaffen. Wenn die Zeit reif ist, wird das Leben wieder blühen.“