Die Geschichte von Alison

Die Geschichte von Alison

Die Geschichte von Alison 1200 630 Untire

Mit großem Dank an Alison, dass sie ihre Geschichte erzählen möchte.

„Im November 2014 wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Ich war damals 48 Jahre alt. Ich fühlte mich wie betäubt, habe aber auf Autopilot geschaltet und weiter gemacht wie immer. Zwei meiner Cousinen hatten Brustkrebs. Eine war wieder gesund, die andere unterzog sich gerade einer Chemotherapie. Ich habe mich unterstützt und positiv gefühlt.

Es folgten Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und Herceptin-Injektionen. Die Behandlung dauerte zwei Jahre und hatte Auswirkungen auf mein Herz. Dafür muss ich jetzt bis an mein Lebensende Medikamente einnehmen. Ich habe jetzt keinen Krebs mehr und nehme täglich Tamoxifen.

Nach meiner Diagnose war alles sehr hektisch. Ich habe das Geschehen erst nach meiner Behandlung wirklich verarbeiten können. Vor meiner Diagnose habe ich meine 96-jährige Oma versorgt. Sie ist in der Zeit meiner Chemotherapie gestorben. Ich fühlte mich verloren.

Und ich fühlte mich erschöpft und depressiv. Jeder ging davon aus, dass ich mein Leben nach der Behandlung weiterlebe. Ich selber verstand auch nicht, warum ich nichts mehr wirklich genießen konnte. Mein Arzt sagte, ich solle „einfach weitermachen“. Aber ich kam nicht mehr aus dem Bett.

Meine Müdigkeit machte mich immer inaktiver. Meine Welt wurde immer kleiner. Soziale Aktivitäten waren erschöpfend. Mir war alles zu viel.

Auf Facebook habe ich die Untire App entdeckt. Ich kann nur sagen: Ich habe geweint vor lauter Glück. Alles, was ich fühlte, stand in der App! Die App hat mir geholfen, mein eigenes Tempo zu bestimmen, meinen Energielevel aufzubauen und mit meinen Stimmungsschwankungen umzugehen. Ich bin immer noch müde, habe die Müdigkeit aber viel besser unter Kontrolle.

Ich würde mir wünschen, dass tumorbedingte Fatigue viel mehr Aufmerksamkeit bekommt – vor allem in der medizinischen Welt. Durch die Untire App fühle ich mich endlich wieder als eigenständige Person. Es ist zwar eine andere Person als vor der Krankheit, aber dafür eine mit viel Kraft.“